Mein Welpe ist überdreht – was wirklich dahinter steckt (und wie du ihm helfen kannst)

by | Apr. 13, 2026

Vielleicht kennst du das:

Dein Welpe ist überdreht und kommt einfach nicht zur Ruhe.
Er rennt herum, springt, beißt in Hände oder Kleidung, wirkt plötzlich völlig „drüber“.

Manchmal kippt die Stimmung innerhalb von Sekunden.

Und du fragst dich:

„Ist das noch normal?“
„Mache ich etwas falsch?“
„Wie bekomme ich ihn wieder runter?“

Wenn du dich darin wiedererkennst:
Du bist nicht allein.

Und vor allem:
Dein Welpe ist nicht „schwierig“.

🐶 Wenn dein Welpe oft überdreht wirkt und du unsicher bist, wie du damit umgehen sollst:

In meiner 1:1 Welpenberatung schauen wir gemeinsam auf eure Situation und finden einen ruhigen, alltagstauglichen Weg für euch.

→ Hier kannst du Unterstützung anfragen

Warum dein Welpe „überdreht“ wirkt

Was viele als „Überdrehen“ beschreiben, ist in den meisten Fällen kein Problemverhalten – sondern ein Zeichen von:

Überforderung im Nervensystem.

Ein Welpe erlebt seine Umwelt intensiver als ein erwachsener Hund.
Reize werden stärker wahrgenommen, Filter fehlen noch, Regulation ist kaum möglich.

Das bedeutet:

Dein Welpe kann sich noch nicht selbst beruhigen.
Er ist darauf angewiesen, dass du ihn dabei unterstützt.

Typische Situationen, in denen Welpen überdrehen

Viele Hunde zeigen dieses Verhalten immer wieder in ähnlichen Momenten:

  • nach aufregenden Spaziergängen
  • abends („die berühmte wilde Phase“)
  • nach viel Spiel oder Kontakt
  • wenn sie müde sind, aber nicht zur Ruhe finden

Das Entscheidende:

Überdrehen ist oft kein Zeichen von „zu viel Energie“,
sondern von zu wenig Regulation.

Was dein Welpe in solchen Momenten wirklich braucht

Nicht mehr Action.
Nicht mehr Auslastung.

Sondern:

Unterstützung beim Runterfahren.

Das kann bedeuten:

  • Reize reduzieren
  • ruhiger werden (auch du selbst)
  • klare, sichere Rahmenbedingungen schaffen
  • Nähe anbieten, ohne weiter „anzufeuern“

Viele Welpen brauchen in solchen Momenten keine Beschäftigung,
sondern Begleitung in die Ruhe.

Viele meiner Kund:innen sind genau hier unsicher:
Soll ich eingreifen? Ignorieren? Mehr auslasten?

Und genau das schauen wir individuell an – passend zu deinem Welpen.

Was oft nicht hilft (auch wenn es gut gemeint ist)

Ein paar Dinge, die häufig empfohlen werden – aber das Problem eher verstärken:

  • noch mehr spielen oder auspowern
  • hektisches Eingreifen
  • ständiges Korrigieren

Das führt oft dazu, dass das Erregungslevel weiter steigt – statt sich zu regulieren.

Wie du deinem Welpen helfen kannst, zur Ruhe zu kommen

Kleine, alltagstaugliche Schritte:

  •  lerne frühzeitig zu erkennen, wann dein Welpe kippt
  • Pausen einbauen, bevor es zu viel wird
  • ruhige Übergänge gestalten (z. B. nach dem Spiel)
  • wiederkehrende Abläufe schaffen
  • Rückzugsorte etablieren

Und ganz wichtig:

Ruhe ist nichts, was dein Welpe „einfach kann“.
Sie entsteht durch Erfahrung.

Und wenn du dich fragst, ob du „alles richtig machst“

Gerade bei solchen Themen entsteht schnell Unsicherheit:

Mache ich zu wenig?
Oder zu viel?
Braucht mein Welpe mehr Training – oder mehr Ruhe?

Wenn du merkst, dass dich diese Fragen begleiten:

Du musst das nicht alleine sortieren.

Fazit

Ein überdrehter Welpe ist kein schwieriger Welpe.

Er ist ein junger Hund, dessen Nervensystem noch nicht ausgereift ist – und der Unterstützung braucht, um zur Ruhe zu finden.
Wenn du beginnst, ihn dabei bewusst zu begleiten, entsteht mit der Zeit etwas sehr Wertvolles:

Selbstregulation.

Und damit die Grundlage für einen entspannten Alltag.

Wenn du dir unsicher bist, wie du deinen Welpen in solchen Momenten am besten unterstützen kannst, begleite ich dich gerne dabei.
Gemeinsam schauen wir, was dein Welpe wirklich braucht – und was euch im Alltag hilft.

→ Zur 1:1 Welpenberatung

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